Die Entwicklung künstlicher Intelligenz beschleunigt sich: Wissenschaftler prognostizieren, dass Maschinen in den nächsten Jahren selbst die intelligentesten Menschen übertreffen werden. Künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) ist ein Forschungsgebiet der künstlichen Intelligenz (KI), in dem Wissenschaftler daran arbeiten, Computersysteme zu entwickeln, die insgesamt intelligenter sind als Menschen. Diese hypothetischen Systeme könnten über ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein und Selbstkontrolle verfügen, einschließlich der Fähigkeit, ihren eigenen Code zu bearbeiten, und ohne spezielles Training lernen, Probleme wie Menschen zu lösen.
Der Begriff wurde erstmals in der Sammlung „Artificial General Intelligence“ (Springer, 2007) verwendet, die vom Informatiker Ben Goertzel und dem KI-Forscher Cassio Pennachina herausgegeben wurde. Laut livescience.com existiert das Konzept jedoch schon seit Jahrzehnten in der Geschichte der künstlichen Intelligenz und taucht in zahlreichen populärwissenschaftlichen Büchern und Filmen auf.
Die heute genutzten KI-Dienste, darunter die zentralen Machine-Learning-Algorithmen von Facebook und sogar große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT, gelten als „beschränkt“. Das bedeutet, dass sie mindestens eine Aufgabe – wie beispielsweise Bilderkennung – besser ausführen können als Menschen, aber auf diesen spezifischen Aufgabentyp oder Aktionssatz basierend auf den Daten, mit denen sie trainiert wurden, beschränkt sind. KI-basierte KI hingegen wird über die Daten, mit denen sie trainiert wurde, hinausgehen und in einer Vielzahl von Lebens- und Wissensbereichen Fähigkeiten auf menschlichem Niveau demonstrieren und über das gleiche Maß an Denkvermögen und Kontextualisierung wie Menschen verfügen.

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Da KI jedoch nie erfunden wurde, herrscht unter Wissenschaftlern kein Konsens darüber, was sie für die Menschheit bedeuten könnte, welche Risiken am wahrscheinlichsten sind und welche möglichen gesellschaftlichen Folgen sie haben könnte. Manche gingen bisher davon aus, dass KI nie entstehen würde, doch viele Wissenschaftler und Techniker sind sich einig, dass KI in den nächsten Jahren möglich ist, darunter der Informatiker Ray Kurzweil und Silicon-Valley-Manager wie Mark Zuckerberg, Sam Altman und Elon Musk.
Künstliche Intelligenz (KI) hat bereits zahlreiche Vorteile in verschiedenen Bereichen bewiesen, von der Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung bis hin zur Zeitersparnis. Neuere Systeme, wie Tools zur Inhaltsgenerierung, erstellen beispielsweise Illustrationen für Marketingkampagnen oder E-Mail-Entwürfe basierend auf den Gesprächsmustern der Benutzer. Diese Tools können jedoch nur die spezifischen Aufgaben ausführen, für die sie auf Grundlage der von ihren Entwicklern bereitgestellten Daten trainiert wurden. Andererseits hat KI das Potenzial, der Menschheit eine ganze Reihe neuer Vorteile zu erschließen, insbesondere in Bereichen, in denen Problemlösungen erforderlich sind.
Hypothetisch könnte AGI zu mehr Ressourcenreichtum beitragen, die Weltwirtschaft ankurbeln und neue wissenschaftliche Erkenntnisse erschließen, die die Grenzen des Möglichen erweitern, schrieb OpenAI-CEO Sam Altman in einem Blogbeitrag im Februar 2023 – drei Monate nach der Online-Schaltung von ChatGPT. „KI hat das Potenzial, jedem Menschen unglaubliche neue Möglichkeiten zu eröffnen; wir können uns eine Welt vorstellen, in der jeder von uns bei praktisch jeder kognitiven Aufgabe Unterstützung erhält, was den menschlichen Einfallsreichtum und die Kreativität dramatisch steigern würde“, fügte Altman hinzu.
Allerdings bergen künstliche Intelligenzen zahlreiche existenzielle Risiken, die von einer „Fehlausrichtung“ reichen, bei der die zugrunde liegenden Ziele des Systems möglicherweise nicht mit den Zielen der Menschen übereinstimmen, die es bedienen, bis hin zu einer „nicht-null Wahrscheinlichkeit“, dass ein zukünftiges System die gesamte Menschheit vernichten wird, erklärte Musk im Jahr 2023. Eine im August 2021 im Journal of Experimental and Theoretical Artificial Intelligence veröffentlichte Übersichtsarbeit skizzierte mehrere potenzielle Risiken eines zukünftigen AGI-Systems, trotz der „enormen Vorteile für die Menschheit“, die es potenziell mit sich bringen könnte.
„Die Überprüfung ergab eine Reihe von Risiken im Zusammenhang mit AGI, darunter, dass AGI für Eigentümer/Manager unkontrollierbar wird, unsichere Ziele gesetzt oder entwickelt werden, unsichere AGI entwickelt wird, AGI mit geringer ethischer, moralischer und wertorientierter Orientierung, unzureichender AGI-Governance und existenziellen Risiken“, schreiben die Autoren der Studie.
Die Autoren stellten außerdem die Hypothese auf, dass zukünftige Technologien „die Fähigkeit besitzen könnten, sich rekursiv selbst zu verbessern, intelligentere Versionen ihrer selbst zu erschaffen und ihre vorprogrammierten Ziele zu modifizieren“. Die Forscher schreiben außerdem, dass die Möglichkeit bestehe, dass KI von Gruppen von Menschen für böswillige Zwecke geschaffen werde, und dass die wohlwollenden Absichten der KI „katastrophale unbeabsichtigte Folgen“ hätten.
Es gibt widersprüchliche Meinungen darüber, ob der Mensch tatsächlich in der Lage ist, ein System zu schaffen, das leistungsfähig genug ist, um eine künstliche Intelligenz zu werden, und darüber, wann ein solches System entstehen könnte. Eine Analyse mehrerer großer Umfragen unter KI-Forschern zeigt, dass allgemeiner Konsens darüber besteht, dass dies noch vor Ende des Jahrhunderts geschehen könnte. Die Ansichten haben sich jedoch im Laufe der Zeit geändert. In den 2010er Jahren ging man allgemein davon aus, dass künstliche Intelligenz in etwa 50 Jahren verfügbar sein würde. In letzter Zeit ist diese Schätzung jedoch stark auf 5 bis 20 Jahre gesunken.
In den letzten Monaten haben mehrere Experten vermutet, dass das AGI-System bereits in diesem Jahrzehnt entstehen wird. Genau diesen Zeitplan schlägt Kurzweil in seinem Buch „The Singularity Approaches“ (2024, Penguin) vor: Der Zeitpunkt, an dem wir AGI erreichen, wird der technologischen Singularität entsprechen.
Von diesem Punkt an wird es kein Zurück mehr geben. Danach wird das technologische Wachstum unkontrollierbar und unumkehrbar. Kurzweil prognostiziert, dass das Erreichen dieses wichtigen Meilensteins in der Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) bis in die 2030er Jahre zur Entstehung einer Superintelligenz führen wird. Im Jahr 2045 werden die Menschen dann in der Lage sein, ihr Gehirn direkt mit KI zu verbinden und so die Fähigkeiten des menschlichen Intellekts und Bewusstseins zu erweitern.
Andere Wissenschaftler vermuten, dass die Entstehung künstlicher Intelligenz (KI) schon in naher Zukunft möglich ist. Goertzel beispielsweise vermutete, dass wir die Singularität bis 2027 erreichen könnten, während DeepMind-Mitbegründer Shane Legg erklärte, er rechne mit der Entstehung künstlicher Intelligenz bis 2028. Musk prognostizierte zudem, dass KI bis Ende 2025 den intelligentesten Menschen übertreffen werde.
Seit über einem Jahrzehnt erzeugen Wissenschaftler im Labor künstliches Hirngewebe, sogenannte Gehirn-Organoide, und integrieren es in Computerchips. Neue Forschungen in China haben diese Idee noch einen Schritt weiter gebracht: Ein Organoid wurde sogar in einen humanoiden Roboter implantiert und bietet damit einen eindrucksvollen Einblick in die Zukunft dieser Technologie.
Obwohl die Entwicklung von Robotern mit Gehirnen noch in weiter Ferne liegt, glauben Forscher, dass Organoide Menschen mit neurologischen Erkrankungen schon heute helfen könnten, berichtet popularmechanics.com.
In der Welt der Technologie tobt ein großer Kampf: Wer wird den sprichwörtlichen Kampf gewinnen: der Mensch oder die künstliche Intelligenz? Viele Forscher verfolgen jedoch keinen „Wir gegen die“-Ansatz, sondern betrachten die Zukunft viel umfassender und im Grunde genommen wie Memoiren: Warum nicht beides?
Seit Jahren entwickeln Wissenschaftler Methoden zur Herstellung von Biocomputern aus im Labor gezüchtetem hirnähnlichem Gewebe (Gehirnorganoiden), das mit Computerchips verbunden wird. Das ultimative Ziel ist die Schaffung einer Art Hybridintelligenz – einer potenziell bewussten Einheit, die die Stärken des menschlichen Gehirns und der künstlichen Intelligenz vereint. Wenn das alles ein wenig nach Science-Fiction klingt, liegt das daran, dass es Forschern erst kürzlich gelungen ist, Organoide sinnvoll mit Computerchips zu verbinden.
Im Jahr 2013 züchteten Wissenschaftler das allererste Mini-Gehirn im Reagenzglas. Seitdem wurden diese im Labor gezüchteten Gehirne in weiteren Forschungsarbeiten mit Elektronik integriert. Ende 2023 verbanden Forscher der Indiana University Bloomington ihre „Brainoware“-Architektur mit einem Werkzeug der künstlichen Intelligenz. Nun berichten Forscher der Tianjin University in China, dass sie zudem einen Roboter mit „organoider Intelligenz“ (BI) entwickelt haben. Der Roboter mit dem Namen MetaBOC kann Hindernissen ausweichen, Objekte verfolgen und greifen und hat die Brain-on-a-Chip-Architektur von zwei auf drei Dimensionen erweitert. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Brain veröffentlicht.
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„Bei der Gehirn-Computer-Schnittstelle auf einem Chip handelt es sich um eine Technologie, die in vitro gezüchtete „Gehirne“ (z. B. Gehirnorganoide) in Kombination mit einem Elektrodenchip verwendet, um durch Kodierung und Dekodierung sowie Stimulation und Feedback eine Informationsinteraktion mit der Außenwelt zu erreichen“, sagte Min Dong von der Universität Tianjin in einer aus dem Chinesischen übersetzten Pressemitteilung.
Das Ergebnis ist ein Roboter, der halb Gehirn, halb Elektronik und zu 100 % verflucht ist. Das grapefruitgroße, kittartige Organoid sitzt im Kopf eines zweibeinigen humanoiden Roboters und bietet eine dysfunktionale, aber dennoch erstaunlich realistische Vision davon, wohin diese Technologie führen könnte – doch der Weg dorthin ist voller Hindernisse. In einem Interview mit der South China Morning Post bemerkte einer der Forscher aus Tianjin, dass „niedrige Entwicklung und unzureichende Ernährung“ weiterhin erhebliche Herausforderungen darstellen.
Während ein gehendes, sprechendes und synthetisches Gehirn noch in weiter Ferne liegt, könnten Organoide für Menschen mit neurologischen Erkrankungen ein echter Lebensretter sein. So wie andere elektronische Gehirnschnittstellen, wie die Gehirn-Maschine-Schnittstelle (BMI) von Neuralink, das Leben von Menschen mit neurologischen Erkrankungen verbessern sollen, könnten diese Organoide möglicherweise in lebendes Hirngewebe implantiert werden, um das neuronale Wachstum zu stimulieren.
Während die Debatte darüber, ob die Zukunft auf menschlichem Einfallsreichtum oder künstlicher Intelligenz beruht, tobt, bringen Wissenschaftler diese beiden Welten der Intelligenz näher zusammen als je zuvor.
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